29.11.12

Und James Bond weinte - Filmkritik zu "Skyfall"


Immer schon war klar, dass dieser Bond ein Problem haben muss. Bond, der Bindungsunfähige. Bond, der frauenfeindliche Dinosaurier.  Bond, der Autoritätsverweigerer. Der Todesverachtende. Der  Draufgänger mit dem narzisstischen Glauben, er würde immer leben.

Und dass dieses Problem in der Kindheit dieser Figur liegen muss, ist sowieso klar. Am Anfang war die Erziehung. Und bei Bond scheint eine Menge falsch gelaufen sein. Die Eltern dieses Jungen müssen falsch gemacht haben, was man nur falsch machen kann. 
Eigentlich kein Problem, sollte man denken. Ein paar Stunden Psychotherapie, die Analyse kindlicher Traumata, Rebirthing, vielleicht eine Reise zum inneren Kind und irgendwann ist der Patient dann handlungsfähig und an die Welt uns Wohlerzogener angepasst. Er benimmt sich den Erwartungen der Gesellschaft entsprechend, versucht sich in Monogamie, heiratet heterosexuell, legt sich ein Eigenheim zu und Kinder, denen er ein guter Vater ist, und in der Midlifecrisis noch eine Geliebte und einen Porsche.


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