25.06.15

Warum der Kapitalismus nicht das Übel ist (Nur der Kapitalismus kann uns retten, Teil 3)

Der Grund, warum die Menschen in prekären Verhältnissen leben und so wenig verdienen, liegt nicht im freien Markt.
Der Staat zieht den Menschen 70-80% vom Einkommen ab. Durch die Inflation (durch staatliches Papiergeld aus dem Nichts) werden die Menschen stetig und heimlich enteignet, weil ihr Lohn weniger wert ist. Vor 30 Jahren hat ein Brötchen 10 Pfennig gekostet, heute, obwohl es durch den technischen Fortschritt technisch viel einfacher ist, Brötchen herzustellen, kostet ein Brötchen 30 Cent. Bei fast allen Produkten ist das so, allein die D-Mark hatte einen Kaufkraftverlust von 78 %! Von Euro und Dollar ganz zu schweigen. Die Steuern und die Enteignung durch Inflation kommen nicht den Armen zugute, auch nicht der Mittelschicht, nur den Superreichen, die ihre eigenen Steuervermeidungsmodelle (Steueroasen, Stiftungen, Steuertricks etc.) haben. Die Reichen sind oft begütert, weil sie Produkte angeboten haben, denen die Menschen einen gewissen Wert zumessen. Die Superreichen sind aber in unserem System oft nicht aus dem gleichen Grund so superreich, sondern weil der Staat es ihnen ermöglicht - oder weil sie den Staat für ihre Zwecke ausnutzen (Subventionierung der eigenen Produkte, Lobbyismus, Korruption etc.). Nicht der Zins, nicht die Ausbeutung von Menschen, sondern der Staat ermöglicht es vielen Superreichen, sorgenfrei in der Schweiz zu leben, während er alle anderen besteuert.
Von 450 Euro könnte man heute prima leben, gäbe es keine Inflation. Der Lohn, den der freie Markt zahlt, würde für ein menschenwürdiges Leben also ausreichen. Eigentlich müsste alles immer billiger werden, weil die Herstellung ja weniger kostet. Komisch nur, dass es nicht so ist. Nur weil der Staat die Menschen durch Inflation enteignet, gibt es keinen Kaufkraftgewinn, nur deswegen können die Menschen nicht von ihrem Lohn leben.
Das Perfide: Die ungerechten Verhältnisse, die der Staat hervorgebracht hat, werden dem ungezügelten Markt und dem "Raubtierkapitalismus" angelastet.

Dass die Industrie so billig produzieren kann, ist ebenfalls Schuld des Staates. Die Rohstoffe, die benötigt werden, werden oft unter unmenschlichen Verhältnissen gefördert und zu lächerlichen Preisen verscherbelt. Dass Dritte-Welt-Länder ihre Rohstoffe verscherbeln müssen, liegt aber an den korrupten Regierungen dort, die freie Märkte gar nicht erst zulassen. Die Regierungen sind im Besitz von Minen und Ölfeldern, die Menschen können keinen Privatbesitz an Rohstoffen erlangen. Die Regierungen können also zu eigenen Konditionen verkaufen und in die eigene Tasche wirtschaften, während das Volk bluten muss. Es gibt in vielen unterentwickelten Ländern keine eigenen Unternehmer, da sich unternehmerisches Handeln wegen dem korrupten Staat gar nicht lohnt. Die Menschen werden dort daran gehindert, eigene Strukturen aufzubauen, ihre eigenen Rohstoffe zu nutzen und sie zu einem ihnen angemessenen Preis zu verkaufen. Aber nicht die Unternehmen hindern sie, sondern die korrupten Politiker mit Hilfe des Gewaltmonopols.

Ausbeutung geschieht nur durch Gewalt. Nur der Staat kann Gewalt androhen und durchsetzen. Unternehmen können auf einem freien Markt nur Arbeitsplätze und Produkte anbieten. Ihr Erfolg ist notwendig damit verbunden, den Menschen Waren und Dienstleistungen anzubieten, die sie wertschätzen. Menschen können sich weigern, Produkte zu kaufen oder zu bestimmten Konditionen zu arbeiten; vor allem dann, wenn es keine durch den Staat hervorgerufene Arbeitslosigkeit gibt. Nur der Staat kann Menschen zwingen, Steuern und Abgaben zu zahlen für Dienstleistungen, die der Bürger gar nicht nachgefragt hat. Das Beispiel GEZ-Zwangsgebühr dürfte es jedem klar vor Augen führen: Der Mensch hat bei staatlichen Angeboten keine Wahlmöglichkeit.